Montagsfrage: Warum schreibst du Rezensionen?

Über den Bücherblog von Su bin ich auf die Montagsfrage bei Libromanie gestoßen und weil ich die Aktion lustig finde, mache ich einfach mal mit!🙂

Warum schreibst du Rezensionen?

Zunächst einmal für mich selbst. Ich bin ein hoffnungsloser Chaot und behalte trotzdem gerne den Überblick über meinen Lesestoff und meine Meinungen, da kommen mir Rezensionen bei diversen themeneinschlägigen Portalen oder auf meinem Blog nur zu recht. Außerdem bin ich einer von diesen Lesern, die nicht einfach das Buch zuschlagen und weglegen wenn es zuende ist, sondern ich denke gerne noch etwas viel über das Gelesene nach. Bei diesem Reflexionsprozess, beim Gedankenordnen, hilft mir das Schreiben einer Rezension.

Ihr werdet jetzt wahrscheinlich lachen, aber das hat sich schon einmal als richtig nützlich erwiesen: vor umpfzig Jahren habe ich für eine kleine Literaturseite eine Rezension zu Isabel Allendes Geisterhaus verfasst und veröffentlicht, und als ich viel später meine Bachelorarbeit über dieses Buch geschrieben habe, konnte ich kleine Passagen aus meiner eigenen Rezension zitieren – ziemlich cool.😉

Ich schreibe also hauptsächlich für mich und weniger für andere – das klingt wahrscheinlich fürchterlich schräg und egoistisch, das in den “sozialen Medien”, die von der Interaktion der Community leben, zu verkünden. Hehe. Bitte nicht falsch verstehen… Wenn meine Rezension jemand anderen, der zufällig darüberstolpert, weiterhilft oder inspiriert, dann freut mich das. Wenn sich zu einer Rezension eine nette “buchklubmäßige” Diskussion mit Leuten, die dasselbe Buch auch schon gelesen haben, ergibt, dann freut mich das auch, denn solche Diskussionen sind meistens richtig spannend und witzig – Bücherfreunde gehören schließlich mit zu den coolsten Menschen überhaupt.

Etwas anders ist es im Bereich FanFiction, wo ich wesentlich mehr Rezensionen schreibe. Da kommentiere ich völlig anders, aber hauptsächlich weil mir viel am Austausch mit anderen Autoren liegt und ich ihnen und ihren Geschichten gerne etwas Motivation oder “gute Ratschläge” (ohje, klingt das überheblich!) mit auf den Weg gebe, im Gegenzug bekomme ich dazu Feedback zu meinen eigenen Geschichten, worüber ich mich immer sehr freue. Und zu guter Letzt gibt es da noch die Autorenkollegen, die Rezensionen mit virtuellen Keksen belohnen – und wer kann zu virtuellen Keksen schon nein sagen?!😉

2 thoughts on “Montagsfrage: Warum schreibst du Rezensionen?

  1. Ich war auch erstaunt, wie oft die Antwort kam, dass die Rezension auch oder hauptsächlich für einen selbst geschrieben wird. Bei mir war das auch die Anfangsidee, und der Austausch kam dann später als schöner Nebenffekt dazu. Außerdem geht es mir so, dass es das Buch noch viel länger nachwirken lässt (und man liest es auch bewusster), wenn man sich danach an einen Blogartikel setzt.
    LG Gabi

    1. Ja, “bewusster lesen”, das hast Du schön ausgedrückt. Genau das ist es was ich mir dazu denke – ich bin grundsätzlich kein “Tagebuchschreiber”, aber durch eine Rezension kann ich meine Eindrücke und Gedanken dazu festhalten. Weil wie oft passiert es uns, dass wir mal gefragt werden wie wir dieses oder jenes Buch fanden, und Jahre später fällt uns nix mehr ein außer “ähhh… hab ich gelesen… war… okay, denke ich?”😉

...and thanks for all the fish!

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