Mein Leben in 15 Songs …

Miss Booleana hat diese Aufgabe gepostet und frech wie ich bin habe ich sie mir einfach geschnappt, weil ich momentan dringend hirnlose Abwechslung und gute Musik brauche…🙂

Der Soundtrack meines Lebens…

… beinhaltet ziemlich viel, von Klassik über Metallica bis hin zu regionalen Singer-Songwriter-Superstars, die sonst aber niemand kennt. Hat Spaß gemacht, das alles zusammenzusuchen. Die vollständige Liste gibt’s nach dem Klick.

(1) Ich lade gern mir Gäste ein… aus Johann Strauß Sohn: Die Fledermaus

Mein Elternhaus war ekelhaft bildungsbürgerlich und so bin ich mit Ö1 und diversen “Klassik für Kids”-Kassetten aufgewachsen, weil alles andere ist ja fürchterlich primitiv und schlecht für die Ohren sowie für die Entwicklung. Ein bisschen Liebe für (wohldosierte!) Klassik ist geblieben, genauso wie diese ganze “Orlofsky”-Geschichte.

(2) Die Toten Hosen: Nur zu Besuch

Wie es mir geht, die Frage stellst du jedes Mal … Es gibt wohl kaum ein traurigeres und kaum ein tröstlicheres Lied als dieses, weil manche Menschen einfach für immer schmerzlich fehlen werden.

(3) Sopa de Cabra: L’Empordà

“Heimat” ist ein schwer fassbarer, seltsam ambivalenter Begriff … molt tocat per la Tramuntana wird mein Herz immer ein bisschen hier und ein bisschen dort sein. Irgendwie bin ich schon wieder zu lange zurück im Leitungswasserland, und irgendwie kann ich auf Deutsch nicht recht ausdrücken was mir zu dem Thema durch den Kopf geht. Ups.

(4) Johnny Cash: Ghostriders in the Sky

Pferde, ja, das ist ein Lied aus vielen Sommern mit Pferden. Und wahrscheinlich das erste Lieblingslied, für das ich mich viele Jahre später nicht in Grund und Boden genieren muss.

(5) SKA-P: Vals del Obrero (…somos la revolución!)

Wer mich jetzt kennt, vor allem dann wenn ich ordentlich frisiert Vorträge halte, dem fällt es wahrscheinlich ziemlich schwer sich vorzustellen, dass ich einmal eine rebellische links-alternative Jugendliche war … gut, irgendwie bin ich’s tief drin noch immer, wenn auch etwas fundierter und durchdachter als mit siebzehn. Die Erinnerungen an diverse Aktionen von damals (Krautköpfe! Nelly g’winnt! Lavendelfelder! Na uh, na ah, der Chávez no se va!) werde ich immer behalten – und verleugnen, wenn es denn sein muss…😉

(6) Placebo: Pure Morning

Der Zauberberg liegt schon ziemlich weit in der Vergangenheit, aber dieses Lied ist geblieben, genauso wie einige der ebenso wahnsinnigen wie fabelhaften Mädchen, die diese Zeit geprägt haben und seither an meiner Seite stehen. A friend with breasts and all the rest, a friend who’ll never sever … ich darf mich glücklich schätzen diese Menschen zu kennen, wirklich.

(7) Wir sind Helden: Müssen nur wollen

Ich liebe die Helden und ihre morgensternmäßig vielschichtigen Wortspiele, und gerade die “Reklamation” hat mich mit einem Schmunzeln durch triste Zeiten geschubst.

(8) Queen: Killer Queen

Das Lied wird für immer der ersten großen Liebe gehören, und auch wenn selbige mir subsequent das Herz gebrochen hat ist das Lied zu gut um es nur wegen eines blöden Kerls nicht mehr zu mögen. Und aufs Montreux Jazz Festival fahr’ ich auch alleine.

(9) Flogging Molly: Seven Deadly Sins

Ein kleines Mädchen alleine in der großen Stadt, und ein schillernd schönes neues Leben mit wirklich sündhaft tollen neuen Menschen und Menschinnen. Und außerdem war Flogging Molly die erste Band (Philharmoniker&Co. nicht mit eingerechnet, Beweisführung siehe Punkt 1), die ich live in concert gesehen habe.

(10) Gary Jules: Mad World

I find it hard to tell you and I find it hard to take … das hier ist schlicht und ergreifend das perfekte Frustnudellied. Weil man manchmal einfach frustnudeln muss und auch das einen passenden Soundtrack braucht.

(10) Apocalyptica (plays Metallica by four cellos): Enter Sandman

Ich habe ungefähr zwölf Jahre meines Lebens damit verbracht Cello zu üben und es doch nie wirklich zu können, und irgendwann wollte ich so extrem gut sein, dass ich Metallica auf einer Stradivari spielen kann. So weit kam’s leider nie, aber dieses Album ist mein dezidiertes Chillout-Album.

(11) Amy MacDonald: This is the Life

Die Hymne der mittenindernächtlichen Landstraßen, die Hymne vom Blödsinnreden bis der Notarzt kommt, die Hymne von and you wake up in the morning and your head feels twice the size.

(12) Georg Danzer: Fett wie a Radierer

Nicht so leiwande Zeiten, die eigentlich die leiwandsten Zeiten überhaupt waren. Kommt nur auf die Perspektive an. Tausend Grausamkeiten des Austropop von Qualtinger bis jetzt könnten eigentlich ebensogut hier stehen, aber da wir eben meistens fett wia a radierer waren … keine weiteren Fragen.😉

(13) Peter Fox: Haus am See

Ich liebe den Lieblingsmenschen, king of fucking suburbia, und das obwohl mir sein Musikgeschmack nach all den Jahren immer noch suspekt bleibt, denn er ist leider ziemlich unrockbar. Das ist sein Lied … und das allein entbehrt nicht einer gewissen Ironie.

(14) Antònia Font: Icebergs i Guèisers

ələgriə! Ohne dieses Lied wäre ich im letzten aller Wintersemester in der größeren und grauslich verfrorenen und vergatschten Stadt an der Donau vermutlich durchgedreht … som davant ses portes de l’infern, wir stehen vor den Pforten der Hölle, und ohne die wirklich genialen Antònia Font (eine der wenigen Bands, deren Trennung ich wirklich bedauert habe!) wäre mein Wortschatz nur halb so reich und mein Hirn nur halb so verdreht.

(15) Doctor Who: The Majestic Tale (Of A Madman In A Box)

Ich mag Soundtracks, und das ist doch ein Geekblog – noch Fragen?😉


 

So, das war’s von mir. Und weil mir nix besseres einfällt (ich sollte mir echt mehr Blogfreunde suchen, gell ja? also, wer sich angesprochen fühlt, darf gerne zugreifen!), bewerfe ich die liebe Su und die allerbeste Frau von Saltkrokan damit – natürlich auch nur wenn Ihr beworfen werden wollt, ich mag Euch zu gern um euch damit zu Poden zu werfen! – von deren ausgezeichneten Musikgeschmack ich überzeugt bin. Muss rocken? Muss rocken!🙂

Nachtrag: ein großes Sorry an alle meine Leserleins in den diversesten Ausländern, falls einige der Links nicht funktionieren. Manchmal ist Youtube einfach ein Miststück, und die deutsche GEMA sowieso… möp.

2 thoughts on “Mein Leben in 15 Songs …

...and thanks for all the fish!

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