Montagsfrage: “Kampf der Geschlechter” im Bücherregal?

Wie jede Woche stellt auch heute Nina von LiBROMANIE ihre Montagsfrage, und sie lautet:

Autor oder Autorin? Von wem lest ihr mehr Bücher?

Als Feministin finde ich diese Frage extrem interessant, und ich wundere mich gerade selbst darüber, dass ich mir noch nie wirklich Gedanken dazu gemacht habe. Die ehrliche Antwort ist also: ich weiß es nicht, und ich habe gerade weder Lust noch Zeit alle Bücherregale durchzuzählen und nach Geschlecht der Autor*innen zu sortieren (auch wenn es bestimmt sehr spannend wäre! woohoo Erkenntnisinteresse!).

Grundsätzlich “diskriminiere” ich nicht nach Geschlecht der Autor*innen, eher nach Themengebieten und Authentizität, ich schließe kein Buch von vornherein kategorisch aus oder ein nur weil es von einem Mann / einer Frau (und in weiterer Folge: einem Deutschen / einer Afroamerikanerin / einem Homosexuellen / einer Mutter / whatever) geschrieben wurde. Das einzige Genre, das ich wirklich gerne lese und das im Allgemeinen eher mit einem spezifischen Geschlecht in Verbindung gebracht wird, sind die “Klassiker des Literaturcanons” – die sind eben aus soziohistorischen Gründen eher männlich konnotiert, was einerseits schade ist, andererseits aber auch kein Grund es nicht zu lesen oder zu mögen.

Unter meinen Lieblingsautoren gibt es übrigens eine perfekte Gleichberechtigungs-Quote: John Irving, Isabel Allende, Milan Kundera und Ingeborg Bachmann.😀

5 thoughts on “Montagsfrage: “Kampf der Geschlechter” im Bücherregal?

  1. So, dann nutze ich mal die Gelegenheit und lasse, wie bereits kürzlich angekündigt, meinen ersten Kommentar da🙂
    Bis jetzt habe ich mir auch noch nicht die Arbeit gemacht, Statistiken über das Geschlecht der Autoren und Autorinnen der Bücher in meinem Bücherregal zu erstellen, auch wenn ein kurzes Überfliegen der Buchrücken eine leichte Tendenz hin zu Autoren männlichen Geschlechts erkennen lässt. Das ist natürlich bewusst von mir initiiert worden, weil Frauen in der Lieraturbranche ja nix zu suchen haben. Muhahaha…
    Spaß bei Seite: Ich halte es ähnlich wie du. Davon abgesehen, dass mir oftmals Bücher geschenkt werden, ich also eh nichts dafür kann, dass das geschenkte Buch nun von einem Mann oder einer Frau oder jemandem, der/die sich nicht in dieses Mann-Frau-Schema einordnen lässt, gucke ich beim Bücherkauf ehrlich gesagt eher auf Titel und Klappentext. Denn zumindest mir liegen keine Studien darüber vor, ob nun Männer oder Frauen „bessere“ Bücher schreiben können. Generell zählt für mich nicht so sehr die Person hinter dem Buch, sondern das Buch selbst.
    Bevor ich mich hier mit meiner eigenen Meinung festquatsche, würde ich aber gerne wieder zu deinem Blog-Eintrag zurückkehren. Der gefällt mir nämlich ganz gut, zumal das von dir Geschriebene auch so weit meiner Meinung entspricht (wie du ja gerade gelesen hast). Ich weiß, danach wurde jetzt nicht explizit gefragt, aber vielleicht hättest du ja auch noch auf das Geschlechterverhältnis innerhalb der Fanfiction-Autorenschaft eingehen können. Dazu hätte mich deine Meinung auch sehr interessiert, zumal dort das Zahlenverhältnis leicht von dem in zumindest meinem Bücherregal abweicht😉
    Ich wünsche dir noch einen schönen Abend!

    Grüße, Schafi95

    1. Ha! Das mit der Fanfiction ist wirklich interessant … da muss ich mal etwas profunder in die Tiefe gehen und eventuell schreibe ich demnächst was dazu (oder mach’ eine kleine Studie, wer weiß wie viel Zeit ich totschlagen mag?😀 )

  2. Ich könnte die Frage auch nicht auf Anhieb beantworten. Finde es aber für mich wichtig, immer wieder abzuwechseln. Ich kann nicht genau sagen warum, aber es besteht doch ein Unterschied. Und die Mischung macht es aus!

    1. Ja, das finde ich auch.🙂 Wobei ich denke, dass der persönliche Stil eines Autors oder einer Autorin nicht unbedingt vom Geschlecht beeinflusst sein muss – das Genre noch eher, aus soziologischen Gründen (Frauen schreiben Liebesgeschichten, Männer schreiben epische Schlachten, etc. pp.).

      1. Mich interessieren die Bücher von Autorinnen, die gerade keine typische Liebesgeschichten sind! Zadie Smith und Margaret Atwood zum Beispiel, ich kann nicht genau sagen ob der Stil anders ist, aber ich kann mich auf jedenfall besser mit den Frauenfiguren identifizieren.

...and thanks for all the fish!

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