Sachen machen: Museu del Cinema, Girona

Quina il.lusió! Diese schöne Stadt hat mein Herz gestohlen wie keine andere, in diese schöne Stadt werde ich jedes Mal wenn ich zurückkehre nach Hause kommen, diese schöne Stadt ist Girona. Sie liegt etwa anderthalb Stunden nordwestlich von Barcelona und ist vor allem bekannt für ihren Flughafen, wo die Billigflieger die guiris in Massen abladen und mit Shuttlebussen nach Barna oder an die Costa Brava karren. Uns soll’s recht sein, selber schuld, sie verpassen nämlich wirklich was … Girona ist nämlich nicht nur irgendeine blöde verstaubte Provinzmetropole.😉

Eins der Highlights in Girona ist das Museu del Cinema (Kino- und Filmmuseum), das man als Cineast unbedingt besuchen sollte wenn man mal in der Gegend ist, wenn man das süße guiri-Dasein satt hat oder es regnet (das machen guiris doch, wenn es regnet, oder? – dann gehen sie ins Museum und warten bis es aufhört. Dabei ist Regen an der Küste eigentlich ziemlich schön … ). Oder um es mit Polly Adlers unsterblichen Worten zu sagen: “Das Leben ist manchmal mehr Amstetten Girona als Paris Hollywood”.

Das Museum beinhaltet eine wirklich ausufernde Kollektion von Artefakten und Memorabilien aus der Filmgeschichte – angefangen bei Filmplakaten über Originalrequisiten bis hin zu vielen, vielen, viiielen verschiedenen Kameras aus diversen Epochen. Ursprünglich war das die private Sammlung des Regisseurs Tomàs Mallol, die die Grundlage für das Museum bildet und einfach nur faszinierend ist, weil sie mehr als 12.000 Stücke umfasst. Das ist überwältigend viel, aber es ist dabei gut aufbereitet und interessant und interaktiv gestaltet – ich bin auch beim dritten Besuch aus dem Staunen nicht mehr ‘rausgekommen.

Vor allem über die technischen Aspekte der Kinogeschichte kann man viel lernen. Es fängt an mit den frühesten Schattenspielen im asiatischen Raum (siehe Bild oben – die liebe Frau Nachbarin kann einfach nicht Ernst bleiben … ) und geht weiter bis in die Moderne, und wirklich jede Innovation wird anhand von Artefakten und Filmbeispielen anschaulich erklärt. Der Schwerpunkt liegt eindeutig auf den “Pionieren” des Kinos, und es gibt immer wieder spannende temporale Ausstellungen.

Eckdaten:

  • Adresse: 17001 Girona (Girona) c./Sèquia, 1 (besser nicht zufahren versuchen, das ist Girona! besser beim großen aparcament unter der Bahn bei den Jardins de la Devesa parken, von dort sind’s keine 10 Minuten zu Fuß, von Bahnhof ebenso.)
  • Eintrittspreis: 5€ für Erwachsene, 2.50€ für Studierende, Öffnungszeiten etc. siehe Webseite.

Was man in Girona außerdem noch unbedingt machen muss: auf die Stadtmauer klettern (an klaren Tagen, und die sind wegen der Tramuntana recht häufig, hat man freie Sicht bis auf die Pyrenäen), im call spazieren gehen und das sephardische Museum besuchen, einen Café auf den Stufen der pujada Sant Domènech und ein Bier oder fünf im doll oder in der catalanotaverna (Geschichtsunterricht inklusive! Klogang Pflicht!) trinken, durch die Buchgeschäfte der Altstadt (und vor allem Les Voltes) stöbern, eine orxata im Eisladen an der Eiffel-Brücke holen, mit dem Aufzug hinauf in die Altstadt fahren, und den cul de la lleona küssen. Und natürlich rauf nach Figueres und Cadaqués fahren um die Dalí-Museen zu besuchen und festzustellen, dass es am Cap de Creus einfach schön ist, und dann runter an die Küste und irgendwo die Felsen runterklettern und sich die Hosenbeine nassmachen, vorzugsweise zwischen Llafranc und Tamariu, und dann nach Peratallada und sich im Papibou den Bauch vollschlagen, und … okay, ich hör’ jetzt lieber auf, a poc a poc (i mala lletra) krieg ich nämlich ganz schlimm Heimweh.:-/

...and thanks for all the fish!

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