Monthly Archives: August 2014

Fanfictionfreitag: Paternoster Row

Good evening! I’m a lizard woman from the dawn of time and this is my wife! –– Prepare to die in agony for the glory of the Sontaran Empire!

Von Cardiff bis Gallifrey … Das gesamte Doctor Who Fandom ist sich spätestens seit Deep Breath, dem langersehnten Beginn der neuesten Staffel, einig: die Paternoster Gang verdient à la Torchwood auch eine eigene Serie als Spin-off! Ich hab’ sie von Anfang an sehr geliebt, weil ich Ausflüge ins Viktorianische London immer toll finde und ich mich bei Strax’schen Weisheiten regelmäßig am Boden kugel vor Lachen; ich habe mich richtig gefreut als sie völlig überraschend (für mich zumindest) wieder aufgetaucht sind und mich beschleicht das starke Gefühl, dass ihre Geschichte noch längst nicht zuende erzählt ist, aber was in den verdrehten Hirnen von Moffat und Gatiss vorgeht ist wie immer recht unklar … zum Glück gibt’s Fanfiction für sowas. 😉

Paternoster Row: The Spinoff von Turn_of_the_Sonic_Screw auf AO3
(Serie: dzt. 15teilig. Sprache: Englisch. Rating: Teen / Mature.)

Madame Vastra, Jenny, Strax, der Doctor, River Song, die Ponds, und Arthur Conan Doyle ffs! (Irgendwann letztens sagte ich noch zum Kuckuck, und das obwohl ich aus Prinzip kein Fan von Crossovers bin: eigentlich sollten Vastra und Sherlock sich begegnen, das wäre legendär! – und er hat mich ausgelacht, obwohl er sonst der einzige ist der versteht was mein Fangirlhirn mit mir anstellt …) Ich finde die Serie einfach nur genial, vor allem weil sie die Charaktere trifft und authentisch ausbaut, und ihnen sowohl Berührungspunkte mit Doctor Who wie auch detailverliebte Eigenständigkeit gibt. Solange die BBC das nicht besser macht, ist das mein Kopfcanon.

(Bild via IMGUR. Quelle leider unbekannt – sollte jemand genaueres wissen, bitte sagen!)

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Montagsfrage: Das “abgefahrenste” Buch?

Montag ist Montagsfragentag, und heute will die Fragestellerin auf dem Libromanie-Blog wissen:

Welches ist das abgefahrenste Buch das du je gelesen hast?

Ich kann mit der Frage irgendwie nichts anfangen, hauptsächlich wegen der Formulierung “abgefahren”. Das Wort existiert nicht in meinem aktiven Wortschatz (abgesehen von der Zug ist längst abgefahren o.ä.) und ich bevorzuge im Allgemeinen meine Adjektive konkreter und weniger plump. Außerdem, als Freundin von spekulativer Fiktion, vor allem utopischer/dystopischer SciFi, gehört ein gewisser sense of wonder zu einer guten Geschichte einfach dazu und vieles was nach objektiven Maßstäben “abgefahren” wäre ist in diesem Genre einfach ganz normal (Raumschiffe, Charaktere, Handlungsbögen,… alles ist möglich!). Als Allererstes ist mir Die Verwandlung von Kafka eingefallen, aber ich mag eigentlich weder Kafka noch Käfer … Nina, die Fragestellerin, nennt Shades of Grey (nein, nicht klatschi-klatschi am Popo, Sado-Maso macht so froh, sondern das wesentlich bessere Buch dieses Titels von Jasper Fforde) als “abgefahrenstes” Buch, das sie je gelesen hat. Ich hab’s auch gelesen, ich hab’s geliebt und ich warte schon ganz eifrig auf die Fortsetzung, doch obwohl es eine kreative bizarre Dystopie und extrem detailverliebt ausgearbeitet ist, ist es noch lange nicht das “abgefahrenste” was ich je gelesen habe. Solche Empfindungen und Einschätzungen sind wohl sehr individuell – ich lese beispielsweise überhaupt nicht im Horror-/Thriller-/Krimigenre, weil mir das zu “abgefahren” (im Sinne von grauslich) ist …

Ich mag ein gewisses Maß an Skurrilität, sowohl sprachlich-ästhetisch (Ernst Jandl, Christian Morgenstern, Dr. Seuss, damit bin ich quasi aufgewachsen) als auch inhaltlich.

Nach langem Überlegen fällt meine Wahl auf den Roman Malina von Ingeborg Bachmann – und das, obwohl das ganz und gar keine SciFi ist; wahrscheinlich ist es gerade deshalb so packend, so verstörend, so unbegreiflich. Der Roman oszilliert ständig zwischen dem Versuch eines ganz normalen biederbürgerlichen Lebens im “Ungargassenland” und den Abgründen der Seele zwischen Albtraum und Erinnerung und Geheimnis und Wahn – Bachmann nannte es die Nachtexistenz –, und wird von Wort zu Wort surrealer. Ich hab’s mehrmals gelesen und noch immer nicht ganz verstanden, werde ich wahrscheinlich auch nie (was beruhigend ist, denn es bedeutet wohl dass ich psychisch stabiler als Bachmann bin…) aber die Faszination hört nicht auf.

Bin schon sehr gespannt, was Ihr alle da draußen im Blogiversum zur Montagsfrage zu sagen habt!

Well then, here we go again…

Bitte entschuldigt, sollte dieser Beitrag etwas weniger kohärent und / oder grammatisch sein als geplant … ich bin heute erst um halb sieben Uhr früh von einer ganz fabelhaften durchlachten und durchtanzten Nacht heimgekommen und Rekonvaleszenz geht eben am Besten im Bett mit Pizza und Serien 😉 Auf die neue Doctor Who Folge habe ich schon so sehnsüchtig gewartet wie ein kleines Kind aufs Christkind, und für einen kurzen Augenblick wollte ich sogar sauer auf meine Lieblingscousine sein, weil Mädel! Warum musst du ausgerechnet an dem Tag heiraten?! … aber hey, so haben sich zwei großartige Ereignisse zum wahrscheinlich glücklichsten Wochenende seit langem zusammengetan. Ich bin allerdings immer noch fertig, sowohl körperlich als auch emotional, Herz und Kopf tun weh, und die Füße auch.

Kurzfassung: ich habe es geliebt, und ich bin sehr verwirrt.

Wer nicht gespoilert werden will, sollte jetzt nicht weiterlesen, okay?

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Fanfictionfreitag: Fantastic Breasts And Where To Find Them

Ja, ich verbringe viel zu viel Zeit auf Buzzfeed, wenn ich eigentlich viel wichtigeres zu tun hätte. Ja, es ist eigentlich saublöd, aber zwischen idiotischen Listen à la “42 revolutionäre Arten einen Müsliriegel zu essen” und “WOWZA! Du hast ja gar keine Ahnung wie toll diese GIFs sind und generell ist das Leben scheiße ohne GIFs!” findet man hin und wieder richtig tolle Sachen. So wie das hier:

What turns me on is Ginny Weasley in the restricted section with her skirt hiked up, Sirius Black in a secret passageway solemnly swearing that he is up to no good and Draco Malfoy in the room of requirements slythering into my chamber of secrets. I am an unapologetic consumer of all things “Potterotica” and the sexiest part is (…) knowing that they are part of a bigger story.

Die Poetry-Slammerin Brenna Twohy aus Portland (Oregon, USA) über Sexualität und Pornografie und Sexismus und Objektifizierung von Frauen* und Fan-Fiction und Phantasie. Kraftvoll und augenöffnend.

Montagsfrage: Traumjob mit Büchern?

Sorry, abzutauchen war nicht geplant, aber irgendwie haben mich summertime sadness, ein akuter Schreibanfall auf der einen sowie massive Inspirationslosigkeit auf der anderen Seite, und das echte Leben ziemlich in Beschlag genommen. Aber jetzt versuche ich wieder da zu sein, und was bietet sich dafür besser an als eine Montagsfrage?

Was wäre dein Traumjob, wenn du irgendwas mit Büchern machen könntest?

fragt Nina diese Woche. Darüber muss ich gar nicht lange nachdenken, denn eigentlich gibt es mehr als nur einen Traumjob “mit Büchern” … in allererster Linie möchte ich Schriftstellerin werden, in einem einsamen Leuchtturm mit Katzen und einem endlosen Vorrat an Gin Tonics wohnen und einfach nur in Ruhe schreiben können. Nachdem das allerdings eher nicht so realistisch ist (wurde mir mitgeteilt. alles Spielverderber und Herzensbrecher! 😦 😉 ) gibt’s einige andere Optionen. Literaturkritikerin zu sein würde mir gefallen (so wie Marcel Reich-Ranicki, nur ohne Glatze), das ewig schwammige “irgendwas bei einem Verlag” (was wohl jede_r Geisteswissenschaftler_in irgendwann, irgendwo schon einmal als Antwort auf die gefürchtete “und was willst du dann damit machen, bitteschön?”-Frage gegeben hat), ein fabelhaftes Literaturcafé in Wien oder Berlin mit der ebenso fabelhaften Frau von Saltkrokan aufmachen (was daran scheitert, dass wir kein Eigenkapital haben und jeden ‘rauswerfen würden der Mist liest), und was ich mir ernsthaft als Plan B überlegt habe ist eine Buchhandelslehre, falls es mit dem Leben im Prekariat der angestrebten “wissenschaftlichen Karriere” nix wird.

Was meint Ihr? Was sollte ich machen wenn ich groß bin?

Fanfictionfreitag: Aus der Asche

Deep Space Nine war gestern zuende – während der letzten drei Monate haben wir nochmal alle sieben Staffeln im Marathon geschaut und die besten (Raumschlachten! Klingonen! Quark! Spionage!) und schlimmsten (Holo-Sinatra für Arme! Baseball! Religiöse Fanatiker! Jadzias Tod!) Momente nochmal durchlebt. Ich fürchte ich habe eine Serien-Finale-Allergie, da bekomme ich immer tränende Augen und eine rinnende Nase und bei DS9 ist das ganz, ganz, ganz besonders schlimm … 😦

Aber zum Glück gibt’s Gabi Stiene und Martina Strobel, die “damals” als die Serie zum ersten Mal endete begonnen haben eine virtuelle achte Staffel zu schreiben, und vierzehn Jahre und neun Episoden später macht Gabi jetzt alleine weiter. Und das ist gut so, denn die beiden haben ein wirklich vielseitiges und spannendes Alternatives Universum geschaffen.

Deep Space Nine – Aus der Asche
von Gabi Stiene & Martina Strobel auf TrekNation.Net
(Sprache: Deutsch; Rating: 12 bzw. 16 Jahre)

Der Dominion-Krieg ist vorbei, Cardassia liegt in Trümmern, auf Bajor und DS9 kehrt allmählich wieder Normalzustand ein … Kira Nerys und Erika Benteen müssen sich mit den neuen Machtverhältnissen auf der Station arrangieren, politische und religiöse Verschwörungen bringen Premierminister Shakaar und seine cardassianische Lebensgefährtin in Bedrängnis, Siskos Sohn wird geboren und ist kein normales Baby, der Dieb Bareil aus dem Spiegeluniversum taucht wieder auf und macht gemeinsame Sache mit Quark und Vash und verdreht außerdem Kira den Kopf, kurz und gut: es lohnt sich zu lesen! 🙂

Montagsfrage: Bücher als Geschenke?

Bekommst Du eigentlich noch Bücher geschenkt?

fragt die Libromanie-Nina heute in ihrer traditionellen Montagsfrage. Die Antwort ist simpel: ja, klar! Eine Bücherwunschliste habe ich sowieso, der eine oder andere kennt meine Lesevorlieben auch ziemlich gut, und außerdem gibt’s immer noch die Möglichkeit Gutscheine für die Buchhandlung nach Wahl zu schenken (und nein, ich finde die Vorurteile gegen Gutscheine, dass sie ach so unpersönlich und bla bla yadda yadda seien, ziemlich unbegründet – gerade ein Büchergutschein ist wie ein Schlüssel für das Tor zu einer anderen Welt, und der Schenkende sagt quasi: fühl Dich wie zuhause und mach’s Dir bequem wo auch immer Du möchtest! Ist das nicht fürsorglich und vor allem absolut herrlich?).

Bücher zu schenken hat in meiner durch und durch lesebegeisterten Familie Tradition – ich kann und will mir Geburtstage und Weihnachten und andere feierliche Anlässe ohne Bücher gar nicht vorstellen und ich glaube, das eine oder andere Mitglied meiner Familie würde dreinschauen wie das sprichwörtliche Eichkatzerl wenn’s blitzt sollten Bücher aus irgendeinem Grund als Geschenksoptionen wegfallen. Um ehrlich zu sein, ich wundere mich gerade ein bisschen über das “noch” in der Frage … so als sei Bücherschenken nur was für Kinder? Ich finde nicht, im Gegenteil.

Kurz und gut, Bücher geschenkt zu bekommen ist toll, Bücher zu schenken aber auch!