Well then, here we go again…

Bitte entschuldigt, sollte dieser Beitrag etwas weniger kohärent und / oder grammatisch sein als geplant … ich bin heute erst um halb sieben Uhr früh von einer ganz fabelhaften durchlachten und durchtanzten Nacht heimgekommen und Rekonvaleszenz geht eben am Besten im Bett mit Pizza und Serien😉 Auf die neue Doctor Who Folge habe ich schon so sehnsüchtig gewartet wie ein kleines Kind aufs Christkind, und für einen kurzen Augenblick wollte ich sogar sauer auf meine Lieblingscousine sein, weil Mädel! Warum musst du ausgerechnet an dem Tag heiraten?! … aber hey, so haben sich zwei großartige Ereignisse zum wahrscheinlich glücklichsten Wochenende seit langem zusammengetan. Ich bin allerdings immer noch fertig, sowohl körperlich als auch emotional, Herz und Kopf tun weh, und die Füße auch.

Kurzfassung: ich habe es geliebt, und ich bin sehr verwirrt.

Wer nicht gespoilert werden will, sollte jetzt nicht weiterlesen, okay?

Zunächst einmal ein Geständnis: ich mochte Christopher Ecclestons Doctor, ich war völlig hin & weg von David Tennants Doctor, und ich konnte Matt Smiths Doctor nie leiden. Etliche der Storylines aus der Zeit des Elften Doctors habe ich geliebt (vor allem diese ganze River Song Geschichte, bin ein großer Fan von Moffat und seiner verdrehten Erzählweise auch wenn es mir in den Untiefen des Fandoms öfters so vorkommt als sei ich die einzige…), aber dieses trottelige bouncy flouncy Teenagergetu’ ist mir einfach nur fürchterlich auf die Socken gegangen. Ich war schon unglaublich neugierig auf Peter Capaldis Doctor, und jetzt bin ich mir sicher: ich mag ihn, ich finde ihn sogar großartig. Auch wenn er orientierungslos im Nachthemd durchs viktorianische London stolpert und dreinschaut wie eine Eule und sehr nachdrücklich mit den Augenbrauen wackelt. Ganz besonders habe ich mich auf den schottischen Akzent gefreut und wie das umgesetzt würde (in Erinnerung an den Neunten und Rose: “If yer’n alien, how come you sound like yer from up north Scotland?” – “Lots of planets have a north Scotland!”) ich fange jetzt lieber nicht mit dem Thema Scottish Independence an, aber die subtilen Seitenhiebe auf “Scottish … Scottish … Scottish!” waren einfach nur köstlich … You don’t get a vote! Aber egal, I’m rambling again, zurück zum Wesentlichen:

And I think you might be scared. And however scared you are, Clara, the man you are with right now… the man I hope you are with, believe me, is more scared than anything you can imagine right now and he needs you. Go on and don’t be afraid.

Muss man mehr sagen? Wirklich klasse fand ich, dass Clara in dieser Folge mehr Tiefe bekommt – ich fand sie immer schon sehr interessant, aber zwischen Clara Oswin Oswald, Soufflé Girl Oswin, Victorian Nanny Clara und allen anderen “Inkarnationen” des impossible girl ist sie für mich bisher immer vage und wenig greifbar geblieben. Schön, dass sich das jetzt ändert! Wirklich bezeichnend fand ich auch die Stelle, als Madame Vastra Clara einen Vortrag darüber hält was den Doctor wirklich ausmacht und dass sie bitte nicht so oberflächlich sein darf um das nicht zu erkennen. (Vielleicht auch ein netter und notwendiger Denkzettel an die ganzen hyperventilierenden Fangirls die Matt Smith hinterherplärren und Peter Capaldi nicht einmal eine Chance geben weil er nicht jung und fesch ist? Wobei, ehrlich gesagt, Capaldi schon dreimal sexier ist als Smith…). Genauso wie das Telefonat ein passender Abschluss für Clara und den Elften ist, eine ganz herzzerreißend starke Szene (wobei ich definitiv mit Capaldis Doctor mitgelitten habe in dem Moment… starke Charakterisierung und er ist ein guter Schauspieler). Überhaupt ist der ganze Beginn, dieses zaghafte Ausloten, diese schwelende Unsicherheit der Beziehung zwischen Clara und dem Doctor, die sich nach der Regeneration neu kennen lernen müssen, ganz fabelhaft gemacht. Jenna Coleman und Peter Capaldi haben definitiv Chemie, und auch wenn diverse Quellen ja besagen dass “gaaanz sicher nicht geflirtet würde” … doch! bitte! die Spannung ist fühlbar und ich bin sehr neugierig wie es für die zwei noch weitergeht. Denn ich hoffe inständig, dass es so weitergeht wie es angefangen hat – gerade wenn man davon ausgeht, dass der Doctor immer noch derselbe Mann, wenn auch etwas anders als vorher, ist (was er ja in dieser emotionalen Szene nach dem Telefonat nur zu deutlich macht) sollte das nicht oder zumindest nicht abrupt geändert werden. Normalerweise bin ich ja kein Fan von lolitaesken Beziehungen zwischen den Generationen (noch nicht mal bei meinen eigenen Eltern, wenn ich ganz ehrlich bin) aber egal in welchem Körper, der Doctor ist ein jahrhundertealter Außerirdischer, wie er aussieht macht eigentlich keinen Unterschied … und jetzt plötzlich, nur weil er jetzt aussieht wie ein alter Mann, eine Vater-Tochter-Dynamik o.ä. einzubauen, damit macht man es sich meiner Meinung nach viel zu leicht. Jenna Coleman sagte in einem Interview (via Tumblr) dazu: “We’re discovering that it’s much more of a turbulent relationship [between the characters]; he brings out the control freak in Clara because she can’t quite pin him down. It’s always an interesting dynamic with the Doctor, anyway; one moment he’s your friend, and in another moment he’s this weird alien, and in another moment he’s being this annoying kind of toddler and you’re the adult, and in the next moment he’s playing the wise old grandfather.” – ja bitte, das alles! Ich wünsche mir so sehr, dass alle Beteiligten Madame Vastras Rat beherzigen und sich nicht von Äußerlichkeiten (fehl-)leiten lassen.

Die Handlung ist ein bisschen dünn oder wirkt zumindest so (Dinosaurier mit Schluckauf die durchs viktorianische London trampeln, Roboter die gerne menschlich wären, ähhh ja), aber so wie ich Moffat einschätze gibt’s da tausend versteckte Anspielungen, die einem erst im Verlauf der Staffel bewusst werden. Die nächste Folge bringt uns ja into darkness und zu den Daleks, also bin ich neugierig ob die Clockwork Droids und Half-Faced Man ein “Alien der Woche” bleiben oder ob sie ein längerfristiger Widersacher werden – vor allem wenn man die frappante Ähnlichkeit zwischen “don’t breathe” und “don’t blink” bedenkt, würde ich schätzen es sei ein weiterer Moffat’scher Geniestreich.

via tchamblers.tumblr.comDas beste an viktorianischen Geschichten ist immer wieder der Auftritt von Potato Man, Dinosaur Lady & The Wife, der berühmt-berüchtigten Paternoster Gang. Sie sind ein Stück Vertrautes mitten in all dem was neu und befremdlich ist. Ich hab’ ein Herz für Nebencharaktere, und im Übrigen bin ich der Meinung, dass die drei einen eigenen Spinoff à la Torchwood verdient hätten, weil sie einfach rocken. Strax ist wie immer absurd komisch und lockert die Düsternis und Orientierungslosigkeit der Folge auf (“Water! I washed it myself!” – ich bin gekugelt vor Lachen!), auch wenn’s manchmal etwas zu viel wird. Und Vastra und Jenny sind großartig, je besser man sie kennen lernt (ihre Beziehung zueinander – auch wenn das manche nicht so sehen, mich ekelt es vor unverbesserlicher Dummheit! –, ihre Interaktion mit Clara – großes Yeah für starke, unhysterische Frauenfreundschaften! –, ihre komischen Momente – die Szene, in der Vastra nicht malt … hihi!). In Zukunft sollten sie öfters auftauchen und mehr kämpfen, bitte! Und wenn nicht, dann haltet mich bitte davon ab, dieses Spinoff selbst schreiben zu wollen.

Und zum Schluss ein Rätsel: wer ist Missy, die Petrus-als-Mary-Poppins-verkleidete Frau die über den Eingang zum Promised Land? Mich erinnert sie an Madame Kovarian und / oder Tasha Lem, andere Theorien besagen sie sei die Rani (aus Classic Who) oder der Master (weil Missy-Mistress-Master) oder eine Personifikation des impossible girl (das würde mich besonders reizen, vor allem wegen der boyfriend-Sache). Was ich jedoch fix glaube ist, dass sie nicht River Song sein kann, denn die ist The Doctor’s Wife … oder?

Und Ihr so? Wie fandet Ihr es?

3 thoughts on “Well then, here we go again…

  1. Mir ging es mit Smith genauso, ich kann mit seiner Version des Doktors absolut nichts anfangen und bin jetzt so froh mit Capaldi wieder einen erwachsenen Doctor zu haben.

    Ich fände die Missy-Mistress-Master-Theorie toll, einfach weil ich den Master gerne wiedersehen möchte, aber ich hab keine Ahnung.

    *Papier und Stift für das Spin-Off reicht*

    1. Schön, dass ich mit meiner Meinung über Smith nicht ganz alleine dastehe!🙂

      Ich weiß nicht, von der Master-Theorie bin ich irgendwie am Wenigsten überzeugt. Erstens gab’s noch nie einen Genderswitch bei der Regeneration, zweitens bezweifle ich, dass der Doctor der “boyfriend” seines Erzfeinds sein würde (es sei denn, Missy war sarkastisch oder delusional, wer weiß?), das ist eher der Stoff aus dem die richtig abstruse Fanfiction ist … wobei, wer weiß was in Moffats Kopf so vorgeht😉

      Paternoster-Gang-Spinoff-Schreiberling für die BBC steht ab sofort ganz oben auf der Liste an Sachen die ich werden will wenn ich groß bin. Wobei (ich sollte wirklich aufhören im Halbschlaf zu denken!) ein Crossover zwischen Sherlock und der Paternoster-Gang auch seinen Reiz hätte😉

...and thanks for all the fish!

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