Category Archives: Österreich

Gekommen, um zu bleiben …

Ich kann mir schon vorstellen, dass wir so alt werden: hier auf dieser Couch, du liest Bücher und ich mache Orkse tot und die Steuererklärung …

sagte der Lieblingsmensch am ersten Abend in der neuen Wohnung, und ich will mal sehr hoffen, dass es so sein wird! Unsere Übersiedlung ist jetzt endlich abgeschlossen, auch wenn noch ein paar Sachen zu machen sind, und die rastlose Hedonistin ist sesshaft geworden, hier am Rande der größeren Stadt an der Donau, inmitten von Katzen und Büchern. Ein gruseliger Gedanke, grundsätzlich, aber auch ein schöner. Jetzt wird es Zeit, sich wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren …

Lebenszeichen

Mah, was habe ich den Blog in letzter Zeit vernachlässigt! Es tut mir Leid, das echte Leben war sehr vereinnahmend und ich habe versucht Prioritäten zu setzen und fokussiert zu bleiben. Möchte mich zurückmelden mit einem kurzen Post und Bildern, bezugnehmend auf einen meiner letzten Posts über Buchgeschäfte.

Buchgeschäft auf der Alserstraße in Wien, ich liebe so altmodisch-charmante Beschilderungen und Fassaden!

Ein Lieblingsbuchgeschäft, Yellow, in der Garnisongasse in Wien 9, (un-)günstig gelegen zwischen der Straßenbahnstation und dem Unicampus …

Hartliebs Bücher auf der Äußeren Währingerstraße in Wien 18, unweit der alten Wohnung, immer noch meine Lieblingsbuchhandlung.

Und bald melde ich mich wieder zurück, mit substantiellem Inhalt zu den Büchern, die ich in letzter Zeit gelesen habe, und nicht nur mit Bildern von Buchhandlungen. Versprochen!

Ode an die Buchhandlung

Nostalgisch bin ich nur noch selten, und gerade jetzt möchte ich nicht nostalgisch oder gar verbittert sein, sondern hoffnungsfroh in die Zukunft sehen. In der FAZ bin ich vor einiger Zeit über einen Artikel gestolpert, der eine Serie eröffnet in der Schriftsteller ihre Lieblingsbuchhandlungen vorstellen. Und das will ich auch tun, einfach weil ich die Idee schön finde.

Ich muss etwas weiter ausholen: Mein Leben begann in der Wiener Vorstadt und meine ersten Erinnerungen sind dort fest verwurzelt, im alten Haus meiner Tante dort oben auf dem Berg von dem aus man an schönen Tagen bis Bratislava sehen kann und an einem magischen Ort den es längst nicht mehr gibt und der mich doch nachhaltig geprägt hat: die Buchhandlung Kleemann, auf halbem Weg zwischen der Kennedybrücke und dem Hietzinger Platzl. Sie war klein und äußerlich ziemlich unscheinbar, links davon ein altmodisches Zuckerlgeschäft und rechts davon das Eisgeschäft in dem meine großen Cousins immer in den Sommerferien gearbeitet haben (allerdings hat beides mich nie interessiert, zumindest nicht so sehr wie die Buchhandlung).

Ich hatte das unheimliche Glück, in einer literaturbegeisterten Familie aufzuwachsen und von Anfang an vorgelebt zu bekommen, dass Bücher etwas Schönes und etwas Wichtiges sind. Die Buchhandlung Kleemann war unsere Stammbuchhandlung, meine Eltern haben dort schon ihre Bücher gekauft lange bevor ich geboren wurde und seit ich lesen konnte, durfte ich dort auch Bücher kaufen. And the rest is history …

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Der Doktor und Professor Song auf der Uni …

Ein Fundstück, das ich Euch einfach nicht vorenthalten kann – Häuslpoesie der allerersten Geek-Güte nämlich:

Da geht man nichtsahnend auf der Uni aufs Klo und stellt fest, dass der Doktor und River Song vor einem da waren. Da denkt man sich, wie viel lässiger die Uni eigentlich wäre, wenn man Professor Song als Dozentin hätte (wollte ich je die Archäologie der fernen Zukunft studieren? – ja, ich denke schon, gibt’s das als Wahlfach?). Da freut man sich über ein kurzes Lächeln an einem langen Bibliothekstag.

🙂

Sachen machen: Karikaturmuseum Krems

Auf den ersten Blick skurrile Museen gehören zu den Lieblingsdestinationen von mir und dem Lieblingsmenschen – absolutes Highlight bis jetzt ist das Museum of Broken Relationships im wunderbaren Zagreb. Und erst kürzlich sind wir draufgekommen, dass wir die halbe Welt ziemlich gut kennen aber das Land dessen Reisepass wir beide besitzen so gut wie gar nicht. Also wollen wir die nächsten paar Monate (bis ich wieder woanders bin, wo’s schöner ist) damit verbringen, eklatante Bildungslücken zu stopfen und Österreich etwas besser kennen zu lernen.

Gesagt, getan. Heute waren wir in Krems an der Donau (etwa anderthalb Stunden von Wien entfernt in der Wein&Weltkulturerberegion Wachau) im Karikaturmuseum – ein Ausflug, der sich durchaus gelohnt hat, und nicht nur weil es danach Kuchen bei der ortsansässigen Familie gab. Das Museum ist ein Kleinod, das vom Lokalkolorit der hierher ausgewanderten oder zweitwohnsitzenden grünhungrigen Bildungsbürger getragen wird statt von der lebendigen Kunstszene einer pulsierenden Metropole, die Krems nicht ist. Das ist zumindest mein erster Eindruck, aber ich bin auch ein Stadtkind, dem Wien oft noch zu eng ist … aber trotzdem hat es mir hier gefallen 😉

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