Category Archives: Real Life

Gekommen, um zu bleiben …

Ich kann mir schon vorstellen, dass wir so alt werden: hier auf dieser Couch, du liest Bücher und ich mache Orkse tot und die Steuererklärung …

sagte der Lieblingsmensch am ersten Abend in der neuen Wohnung, und ich will mal sehr hoffen, dass es so sein wird! Unsere Übersiedlung ist jetzt endlich abgeschlossen, auch wenn noch ein paar Sachen zu machen sind, und die rastlose Hedonistin ist sesshaft geworden, hier am Rande der größeren Stadt an der Donau, inmitten von Katzen und Büchern. Ein gruseliger Gedanke, grundsätzlich, aber auch ein schöner. Jetzt wird es Zeit, sich wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren …

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Ein Zuhause für meine Bücher (und mich)!

Ja, ich bin ein schlechter Mensch aber aus guten Gründen. Die letzten Wochen standen ganz im Zeichen der Übersiedlung, denn wir haben nach kurzer aber intensiver Suche eine Wohnung gefunden und es ist sooo toll. Seit ich denken kann wünsche ich mir nämlich eine Wohnung mit Arbeitszimmer bzw. Bibliothek – jetzt ist es soweit, ich fühle mich ganz erwachsen und seriös … und hibbelig wie ein kleines Kind zu Weihnachten. 🙂

Seither sortiere ich Bücher aus und um, überlege mir ein System für das ich viel zu ungeduldig bin, trage Kisten die Stiegen hinauf, träume von einem Lesesessel, hänge Bilder auf (danke an die Frau Nachbarin für die Van Gogh Tardis!), werde dem Chaos kaum Herr, und denke generell wenig an das Internet. Verzeiht mir, ich gelobe Besserung – ab dem ersten Montag im neuen Jahr haben wir dann wieder Internet in der neuen Wohnung (warum muss man eigentlich erst eine Firma auf Facebook anpöbeln bevor man Kundenservice bekommt?) und bloggen soll mein Neujahrsvorsatz werden.

Liebe Leserlein, erzählt doch mal von Euren Büchersammlungen … habt Ihr da ein System und wenn ja, welches? Ich bin neugierig!

Lebenszeichen

Mah, was habe ich den Blog in letzter Zeit vernachlässigt! Es tut mir Leid, das echte Leben war sehr vereinnahmend und ich habe versucht Prioritäten zu setzen und fokussiert zu bleiben. Möchte mich zurückmelden mit einem kurzen Post und Bildern, bezugnehmend auf einen meiner letzten Posts über Buchgeschäfte.

Buchgeschäft auf der Alserstraße in Wien, ich liebe so altmodisch-charmante Beschilderungen und Fassaden!

Ein Lieblingsbuchgeschäft, Yellow, in der Garnisongasse in Wien 9, (un-)günstig gelegen zwischen der Straßenbahnstation und dem Unicampus …

Hartliebs Bücher auf der Äußeren Währingerstraße in Wien 18, unweit der alten Wohnung, immer noch meine Lieblingsbuchhandlung.

Und bald melde ich mich wieder zurück, mit substantiellem Inhalt zu den Büchern, die ich in letzter Zeit gelesen habe, und nicht nur mit Bildern von Buchhandlungen. Versprochen!

Fanfictionfreitag: Happy Birthday to Me!

Morgen vor einem Jahr ist etwas wirklich Großartiges passiert … Morgen vor einem Jahr hat meine jahrelange (literarische) Schreibflaute geendet … Morgen vor einem Jahr bin ich unter die Fanfiction-Schreiberlinge gegangen, obwohl ich die längste Zeit ziemlich skeptisch gegenüber Fanfiction eingestellt worden war … Morgen vor einem Jahr habe ich beschlossen, dass diese eine ziemlich absurde Idee in meinem Hinterkopf und ein paar verstohlen versteckten Textfetzen es wert ist ausgearbeitet und aufgeschrieben zu werden … Morgen vor einem Jahr ist gewissermaßen der Geburtstag der drei Zwillinge, und ich kann mir ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen … Morgen vor einem Jahr habe ich mich auf Fanfiktion.de registriert und hatte noch keine Ahnung was das alles mit sich bringt, denn übermorgen vor einem Jahr habe ich den flugunfähigen Vogel kennengelernt und mit einer einfachen Hypothese (“Kann es sein, dass deine Naomi eine jüngere Version meiner Naomi ist?”) war unsere kongeniale Kooperation geboren … und ich möchte es nicht mehr missen!

Falls jemanden interessiert wovon ich überhaupt spreche, schaut mal hier.

In alter Tradition gibt’s Kekse! Danke an alle, die diesen Weg mit Feedback und Freundschaft (und Keksen, Motivation, Kritik, Inspiration, wildgewordenen Plot-Tribbles, Lachanfällen, nacktem Wahnsinn, blauen Wundern etc. pp.) gepflastert haben: alle meine Leserinnen und Leser, Schafi95 (a.k.a. Neil Jellico), Telai (a.k.a. Prinzessin des Gemetzels), Gabi Stiene, Xella Sky, Colina, RowenaR und so viele andere, und last but not least an den goldigsten von allen, den Rennkuckuck.

Auf ein Neues!

Montagsfrage am Mittwoch: Frankfurter Buchmesse

Ich komme zu spät zur Party, aber es steht ja geschrieben, dass man für die Beantwortung der Montagsfrage die ganze folgende Woche Zeit hat, also mache ich mir mal kein schlechtes Gewissen. Die Libromanina will diesmal wissen:

Besuchst du nächsten Monat die Frankfurter Buchmesse?

Und ich so, schreckerfüllt: waaas, die ist schön nächsten Monat?! Hm, ja, gute Frage. Ich habe mal im Programm gestöbert und einiges reizt mich schon sehr, ich habe noch sehr gute Erinnerungen an meinen letzten Besuch auf der Buchmesse (und das nicht nur wegen der legendären Muffins, mit denen das Hotelzimmer der Schlafsaal verwüstet wurde … meine Güte, wann war das, in dem Jahr als die Türkei Ehrengast war glaube ich? jedenfalls war es ein Forentreffen und der historische Moment, in dem ich eine meiner besten Freundinnen endlich persönlich kennen gelernt habe) und als jemand der allmählich versucht beruflich Fuß zu fassen ist es bestimmt nicht verkehrt sich blicken zu lassen um sich einen Überblick zu schaffen und Kontakte zu knüpfen. Also … hm. Geplant war’s eigentlich nicht, aber vielleicht bin ich einfach spontan und wenn sich noch ein leistbarer Flug finden lässt schaue ich einfach hin und verbinde das gleich mit einem Kurzbesuch und einem Kaffeetratsch bei meiner Freundin in Frankfurt, die ich viel zu lange schon nicht mehr gesehen habe … mal sehen.

Ode an die Buchhandlung

Nostalgisch bin ich nur noch selten, und gerade jetzt möchte ich nicht nostalgisch oder gar verbittert sein, sondern hoffnungsfroh in die Zukunft sehen. In der FAZ bin ich vor einiger Zeit über einen Artikel gestolpert, der eine Serie eröffnet in der Schriftsteller ihre Lieblingsbuchhandlungen vorstellen. Und das will ich auch tun, einfach weil ich die Idee schön finde.

Ich muss etwas weiter ausholen: Mein Leben begann in der Wiener Vorstadt und meine ersten Erinnerungen sind dort fest verwurzelt, im alten Haus meiner Tante dort oben auf dem Berg von dem aus man an schönen Tagen bis Bratislava sehen kann und an einem magischen Ort den es längst nicht mehr gibt und der mich doch nachhaltig geprägt hat: die Buchhandlung Kleemann, auf halbem Weg zwischen der Kennedybrücke und dem Hietzinger Platzl. Sie war klein und äußerlich ziemlich unscheinbar, links davon ein altmodisches Zuckerlgeschäft und rechts davon das Eisgeschäft in dem meine großen Cousins immer in den Sommerferien gearbeitet haben (allerdings hat beides mich nie interessiert, zumindest nicht so sehr wie die Buchhandlung).

Ich hatte das unheimliche Glück, in einer literaturbegeisterten Familie aufzuwachsen und von Anfang an vorgelebt zu bekommen, dass Bücher etwas Schönes und etwas Wichtiges sind. Die Buchhandlung Kleemann war unsere Stammbuchhandlung, meine Eltern haben dort schon ihre Bücher gekauft lange bevor ich geboren wurde und seit ich lesen konnte, durfte ich dort auch Bücher kaufen. And the rest is history …

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Well then, here we go again…

Bitte entschuldigt, sollte dieser Beitrag etwas weniger kohärent und / oder grammatisch sein als geplant … ich bin heute erst um halb sieben Uhr früh von einer ganz fabelhaften durchlachten und durchtanzten Nacht heimgekommen und Rekonvaleszenz geht eben am Besten im Bett mit Pizza und Serien 😉 Auf die neue Doctor Who Folge habe ich schon so sehnsüchtig gewartet wie ein kleines Kind aufs Christkind, und für einen kurzen Augenblick wollte ich sogar sauer auf meine Lieblingscousine sein, weil Mädel! Warum musst du ausgerechnet an dem Tag heiraten?! … aber hey, so haben sich zwei großartige Ereignisse zum wahrscheinlich glücklichsten Wochenende seit langem zusammengetan. Ich bin allerdings immer noch fertig, sowohl körperlich als auch emotional, Herz und Kopf tun weh, und die Füße auch.

Kurzfassung: ich habe es geliebt, und ich bin sehr verwirrt.

Wer nicht gespoilert werden will, sollte jetzt nicht weiterlesen, okay?

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Montagsfrage: Traumjob mit Büchern?

Sorry, abzutauchen war nicht geplant, aber irgendwie haben mich summertime sadness, ein akuter Schreibanfall auf der einen sowie massive Inspirationslosigkeit auf der anderen Seite, und das echte Leben ziemlich in Beschlag genommen. Aber jetzt versuche ich wieder da zu sein, und was bietet sich dafür besser an als eine Montagsfrage?

Was wäre dein Traumjob, wenn du irgendwas mit Büchern machen könntest?

fragt Nina diese Woche. Darüber muss ich gar nicht lange nachdenken, denn eigentlich gibt es mehr als nur einen Traumjob “mit Büchern” … in allererster Linie möchte ich Schriftstellerin werden, in einem einsamen Leuchtturm mit Katzen und einem endlosen Vorrat an Gin Tonics wohnen und einfach nur in Ruhe schreiben können. Nachdem das allerdings eher nicht so realistisch ist (wurde mir mitgeteilt. alles Spielverderber und Herzensbrecher! 😦 😉 ) gibt’s einige andere Optionen. Literaturkritikerin zu sein würde mir gefallen (so wie Marcel Reich-Ranicki, nur ohne Glatze), das ewig schwammige “irgendwas bei einem Verlag” (was wohl jede_r Geisteswissenschaftler_in irgendwann, irgendwo schon einmal als Antwort auf die gefürchtete “und was willst du dann damit machen, bitteschön?”-Frage gegeben hat), ein fabelhaftes Literaturcafé in Wien oder Berlin mit der ebenso fabelhaften Frau von Saltkrokan aufmachen (was daran scheitert, dass wir kein Eigenkapital haben und jeden ‘rauswerfen würden der Mist liest), und was ich mir ernsthaft als Plan B überlegt habe ist eine Buchhandelslehre, falls es mit dem Leben im Prekariat der angestrebten “wissenschaftlichen Karriere” nix wird.

Was meint Ihr? Was sollte ich machen wenn ich groß bin?

Montagsfrage: Bücher als Geschenke?

Bekommst Du eigentlich noch Bücher geschenkt?

fragt die Libromanie-Nina heute in ihrer traditionellen Montagsfrage. Die Antwort ist simpel: ja, klar! Eine Bücherwunschliste habe ich sowieso, der eine oder andere kennt meine Lesevorlieben auch ziemlich gut, und außerdem gibt’s immer noch die Möglichkeit Gutscheine für die Buchhandlung nach Wahl zu schenken (und nein, ich finde die Vorurteile gegen Gutscheine, dass sie ach so unpersönlich und bla bla yadda yadda seien, ziemlich unbegründet – gerade ein Büchergutschein ist wie ein Schlüssel für das Tor zu einer anderen Welt, und der Schenkende sagt quasi: fühl Dich wie zuhause und mach’s Dir bequem wo auch immer Du möchtest! Ist das nicht fürsorglich und vor allem absolut herrlich?).

Bücher zu schenken hat in meiner durch und durch lesebegeisterten Familie Tradition – ich kann und will mir Geburtstage und Weihnachten und andere feierliche Anlässe ohne Bücher gar nicht vorstellen und ich glaube, das eine oder andere Mitglied meiner Familie würde dreinschauen wie das sprichwörtliche Eichkatzerl wenn’s blitzt sollten Bücher aus irgendeinem Grund als Geschenksoptionen wegfallen. Um ehrlich zu sein, ich wundere mich gerade ein bisschen über das “noch” in der Frage … so als sei Bücherschenken nur was für Kinder? Ich finde nicht, im Gegenteil.

Kurz und gut, Bücher geschenkt zu bekommen ist toll, Bücher zu schenken aber auch!