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Montagsfrage: Das “abgefahrenste” Buch?

Montag ist Montagsfragentag, und heute will die Fragestellerin auf dem Libromanie-Blog wissen:

Welches ist das abgefahrenste Buch das du je gelesen hast?

Ich kann mit der Frage irgendwie nichts anfangen, hauptsächlich wegen der Formulierung “abgefahren”. Das Wort existiert nicht in meinem aktiven Wortschatz (abgesehen von der Zug ist längst abgefahren o.ä.) und ich bevorzuge im Allgemeinen meine Adjektive konkreter und weniger plump. Außerdem, als Freundin von spekulativer Fiktion, vor allem utopischer/dystopischer SciFi, gehört ein gewisser sense of wonder zu einer guten Geschichte einfach dazu und vieles was nach objektiven Maßstäben “abgefahren” wäre ist in diesem Genre einfach ganz normal (Raumschiffe, Charaktere, Handlungsbögen,… alles ist möglich!). Als Allererstes ist mir Die Verwandlung von Kafka eingefallen, aber ich mag eigentlich weder Kafka noch Käfer … Nina, die Fragestellerin, nennt Shades of Grey (nein, nicht klatschi-klatschi am Popo, Sado-Maso macht so froh, sondern das wesentlich bessere Buch dieses Titels von Jasper Fforde) als “abgefahrenstes” Buch, das sie je gelesen hat. Ich hab’s auch gelesen, ich hab’s geliebt und ich warte schon ganz eifrig auf die Fortsetzung, doch obwohl es eine kreative bizarre Dystopie und extrem detailverliebt ausgearbeitet ist, ist es noch lange nicht das “abgefahrenste” was ich je gelesen habe. Solche Empfindungen und Einschätzungen sind wohl sehr individuell – ich lese beispielsweise überhaupt nicht im Horror-/Thriller-/Krimigenre, weil mir das zu “abgefahren” (im Sinne von grauslich) ist …

Ich mag ein gewisses Maß an Skurrilität, sowohl sprachlich-ästhetisch (Ernst Jandl, Christian Morgenstern, Dr. Seuss, damit bin ich quasi aufgewachsen) als auch inhaltlich.

Nach langem Überlegen fällt meine Wahl auf den Roman Malina von Ingeborg Bachmann – und das, obwohl das ganz und gar keine SciFi ist; wahrscheinlich ist es gerade deshalb so packend, so verstörend, so unbegreiflich. Der Roman oszilliert ständig zwischen dem Versuch eines ganz normalen biederbürgerlichen Lebens im “Ungargassenland” und den Abgründen der Seele zwischen Albtraum und Erinnerung und Geheimnis und Wahn – Bachmann nannte es die Nachtexistenz –, und wird von Wort zu Wort surrealer. Ich hab’s mehrmals gelesen und noch immer nicht ganz verstanden, werde ich wahrscheinlich auch nie (was beruhigend ist, denn es bedeutet wohl dass ich psychisch stabiler als Bachmann bin…) aber die Faszination hört nicht auf.

Bin schon sehr gespannt, was Ihr alle da draußen im Blogiversum zur Montagsfrage zu sagen habt!

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Lebenszeichen: Liebster Award

So wird einem das Heimkommen versüßt! 🙂 Die liebe Sanne von Bücherwurm & Schreiberling hat mich während meiner urlaubsbedingten Blogpause für den LIEBSTER AWARD nominiert. Ich freu’ mich wie ein Schnitzel über diese nette Anerkennung und werde natürlich gerne bei dieser Aktion mitmachen!

Das sind die Regeln:

  1. Schreibe einen Post mit diesem Award, füge das Awardbild ein und verlinke die Person, die Dir diesen Award verliehen hat.
  2. Beantworte die 10 Fragen.
  3. Denke Dir weitere/neue 10 Fragen aus.
  4. Tagge (also nominiere) 10 Blogger, die unter 200 Leser haben –> Aber nicht zurück-taggen!
  5. Sage den Bloggern, die Du nominiert hast, dass sie einen Award bekommen haben und somit getaggt wurden.

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