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Rezension: Gute Geister

Ein paar Tage wohlverdienter Urlaub mitten im Chaos bietet sich an, um endlich mal nichts zu tun und viel zu lesen. Gute Geister war mein Weihnachtsgeschenk von der wunderbaren Frau von Saltkrokan, die mich und meine Lesevorlieben viel zu gut kennt: ich mag rebellische Frauenfiguren und historisch relevante Lebensgeschichten (und seien sie auch fiktiv). Hab’s in drei Tagen verschlungen, ergo gibt’s endlich wieder eine Rezension von mir und der Blog meldet sich endgültig zurück ins Leben. Wurde ja auch Zeit. 🙂

Ich muss ehrlich gestehen, ich weiß nicht allzuviel über die us-amerikanische Bürgerrechtsbewegung – nur was man als durchschnittlich gebildete, tendentiell links sozialisierte Person eben mitbekommt, soll heißen: ich kenne den Unterschied zwischen Martin Luther King und Martin Luther, zwischen Rosa Parks und Rosa Luxemburg … und das ist nicht viel, wenn wir ehrlich sind. Die USA faszinieren mich allgemein nur wenig, dementsprechend habe ich mich nur wenig damit befasst und bin an dieses Buch recht unbefangen ahnungslos herangegangen.

Gute Geister spielt in Jackson, Mississippi, in den frühen 1960er Jahren und erzählt die Geschichten von Aibileen und Minny – zwei schwarzen Dienstbotinnen, die charakterlich völlig unterschiedlich und trotzdem beste Freundinnen sind – und Miss Skeeter – einer weißen jungen Frau aus gutem Hause, die nicht recht in die sozialen Konventionen passen will. Und damit beginnt die Meta-Ebene, die diese Geschichte für mich so faszinierend gemacht hat, denn irgendwie ist es ein Buch in einem Buch: Miss Skeeter will nämlich Journalistin oder Schriftstellerin werden und schreibt deshalb die Lebensgeschichten von Aibileen, Minny und anderen Dienstbotinnen auf.

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Ein Zuhause für meine Bücher (und mich)!

Ja, ich bin ein schlechter Mensch aber aus guten Gründen. Die letzten Wochen standen ganz im Zeichen der Übersiedlung, denn wir haben nach kurzer aber intensiver Suche eine Wohnung gefunden und es ist sooo toll. Seit ich denken kann wünsche ich mir nämlich eine Wohnung mit Arbeitszimmer bzw. Bibliothek – jetzt ist es soweit, ich fühle mich ganz erwachsen und seriös … und hibbelig wie ein kleines Kind zu Weihnachten. 🙂

Seither sortiere ich Bücher aus und um, überlege mir ein System für das ich viel zu ungeduldig bin, trage Kisten die Stiegen hinauf, träume von einem Lesesessel, hänge Bilder auf (danke an die Frau Nachbarin für die Van Gogh Tardis!), werde dem Chaos kaum Herr, und denke generell wenig an das Internet. Verzeiht mir, ich gelobe Besserung – ab dem ersten Montag im neuen Jahr haben wir dann wieder Internet in der neuen Wohnung (warum muss man eigentlich erst eine Firma auf Facebook anpöbeln bevor man Kundenservice bekommt?) und bloggen soll mein Neujahrsvorsatz werden.

Liebe Leserlein, erzählt doch mal von Euren Büchersammlungen … habt Ihr da ein System und wenn ja, welches? Ich bin neugierig!